Aktuelles aus dem Barnim-Gymnasium

Juni/Juli 2017

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen und liebe Freunde des Barnim-Gymnasiums!

Wie immer am Schuljahresende bräuchten wir eigentlich doppelt so viel Zeit. Das Abitur mit all seinen Facetten – schriftlichen und mündlichen Prüfungen und deren Ergebniserstellung in Form von Zensurenkonferenzen – erfordert eine enorme Kraft aller Beteiligten. Ich weiß das wohl zu schätzen und möchte Euch bzw. Ihnen auf diesem Weg meine Anerkennung zollen. Vielen, vielen Dank für die hervorragende Arbeit, liebe Kolleg/innen, auch denen, die den Mittleren Schulabschluss (MSA) betreuten! Am 8. Juli fand diese energie-,  konzentrations-  und nervenaufreibende Phase dann ihr diesjähriges Ende, nämlich beim sehr amüsanten Abiturball im Estrel. Er war uns ein Fest und ich möchte den Leitspruch des von unseren Lehrer/innen inszenierten Theaterstücks gern als Programm an Euch alle weitergeben: Ihr seid stark! Ihr seid Kämpfer! Ihr seid Barnimer!

Neben unserem Kerngeschäft, dem allumfassenden Unterricht, fanden und finden viele Begegnungen und Ereignisse statt – gebunden an die einzelnen Fächer, aber oft fächerübergreifend und den Bildungshorizont erweiternd, die ich Euch bzw. Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Der Fachbereich Geschichte/Politikwissenschaften engagiert sich stetig inner- und außerhalb unserer Schule. Hier nur einige Beispiele aus der letzten Zeit.

Erstens: Etliche Schüler/innen aus den PW-Leistungskursen von Frau Krohn und Frau Saager nahmen am 23. Mai an der Buchpräsentation unseres Justizministers, Heiko Maas, im Deutschen Theater teil. Aufstehen statt wegducken, so der Titel des Buches, in dem er Eine Strategie gegen Rechts zur Diskussion stellt: Wir dürfen im Umgang mit Rechtspopulisten nicht ‚neutral‘ bleiben, wir müssen die Mühe der Diskussion, den Kampf für das bessere Argument auf uns nehmen und unsere Demokratie verteidigen – das gilt für die Politiker, aber genauso für jeden einzelnen Bürger und somit ebenso für uns!

Zweitens: Am Montag, den 3. Juli, debattierten 22 Schüler/innen mit Vertretern aus sechs Parteien über sechs Themen im Rahmen eines neuen Kooperationsprojektes von Kumulus e.V. und dem Abgeordnetenhaus von Berlin: dialogP - Jugend und Politik im Dialog, nennt sich das Format, bei dem es nicht nur um die Auseinandersetzung mit landespolitischen Themen geht, sondern auch um den Abbau von Vorbehalten und Vorurteilen. Konkret bei uns wurden Fragen wie Soll das Berliner Abitur wieder auf 13 Jahre verlängert werden? oder höchst aktuell: Soll die Ehe für Alle eingeführt werden? diskutiert. Es war eine spannende Begegnung auf Augenhöhe, so wurde berichtet.

Drittens: Vom 10.-14. Juli werden 49 Schüler/innen aus dem 11er Jahrgang mit vier PW-Lehrer/innen zur routinemäßigen POL&IS-Fahrt aufbrechen, um an einem Simulationsspiel über die hohe Weltpolitik mit all ihren Facetten teilzunehmen (vgl. unsere Homepage).

Um mal in der Oberstufe bzw. der zukünftigen zu bleiben: Im Rahmen unseres Programms Abitur, und was dann? absolvierten die Schüler/innen der 10. Klassen ihren Studientag zur Berufs- und Studienorientierung  (Programm Kl. 10) am 29. Mai und die der jetzigen 11. Klassen am 21. Juni (Programm Kl. 11), wie immer perfekt geleitet von der Synicial GmbH. Ich bedanke mich sehr für die mittlerweile 15-jährige, so erfolgreiche Kooperation.

Die 2. Barnimer Theaternächte dieses Schuljahres sind leider schon wieder vorüber. Die Rezensionen werden folgen, also nur so viel: Der 11er-DS-Kurs von Frau Zschunke wählte mit der Adaptation von A. Wolkows Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten als Basis ein eher lustiges Stück, das auch für die Sekundarstufe 1 geeignet ist – Aufführungen vom 28.-30. Juni. Apropos Sek I: Die DS-AGs der 10. Klassen spielten – inzwischen traditionell – für die 5. und 6. Klassen, mit großem Erfolg und viel Beifall. Die 11er-Kurse von Frau Schmidt und Frau Giebel gaben vom 4.-6. Juli ihre Erarbeitungen zum Besten: Es geht um Einschränkungen, den Umgang mit denselben, aber auch um Freundschaft, Verantwortung für sich und andere, um das große Thema des Erwachsenwerdens – um oft komplizierte Wege zum ICH – das die Schauspieler/innen dann am Ende als Bild mit dem Stück ‚F*ck You‘ auf die Bühne bringen, so die Spielleiterin. Die Giebeltruppe nahm uns sozusagen in ihr Therapiezentrum mit. Sind wir nicht alle ein bisschen…?, fragte sich und uns die DS-Selbsthilfegruppe von Frau Schmidt, die uns einen Einblick in psychisch oft stressige Lebenssituationen gewährte, sich letztlich mit der Über-Individualisierung in unserer Gesellschaft auseinandersetzte. Die Aktualität der Stücke ist keine Überraschung, doch ich freue mich darüber, dass diese Problematik mit so viel Nachdenklichkeit angepackt und in Szene gesetzt wurde. 

Am 22. Juni überraschte uns auf geplante Weise das Musical Time Out – das Zeitreisical, unter Leitung unseres Musiklehrers Tom von Hasselt: Alle [Mitwirkenden] waren mit Textbeiträgen beteiligt, aber der Großteil der Dialoge, der Liedtexte und der Musik sind von Rocco und Sascha. Mit dabei waren noch Alexandra und Sophie aus der 7., Denise und Diana aus der 10. und Melissa aus der 12. Klasse, erläutert Herr von Hasselt. Und unsere Musik-Fachbereichsleiterin, Frau Große, ergänzt: Das Musical […] war richtig großartig, sehr kreativ und Rocco hat alle Titel am Klavier selber begleitet. Chapeau, liebe Kolleg/innen und Schüler/innen!

Begeistern konnten am 26.Juni auch unsere Airplay-Bläser/innen aus den 9. und 10. Klassen in der Philharmonie, im Rahmen der Auftritte der Berliner Schulensembles. Es war ein tolles Konzert!, kann ich nur sagen, was die rund 80 Eltern und Großeltern unserer beteiligten Schüler/innen mit viel Applaus bestätigten. Unsere Jazz-Session Vibrations at Barnim’s vom letzten Jahr – in Compagnie mit dem Händel-Gymnasium – ließ sich leider so furios am 23. Mai diesmal nicht wiederholen, was wohl nicht an den rund 50 Mitwirkenden lag. Es mangelte schlicht an entsprechend zahlreichen Zuhörern, sowohl auf Schüler- und Lehrer- als auch Elternseite – vielleicht einfach der falsche Zeitpunkt? Natürlich gab´s auch Positives, berichtet unser die 2. Barnimer Jazz Night dirigierende Musiklehrer Karsten Zweiniger: Von zwei Ehemaligen – Theo und Lena – wurden wir grandios unterstützt. Wir hatten ein sehr buntes Programm mit Gitarren, Streichern, unserem Chor und der Big Band, von Beethoven über Schostakowitsch bis zu Duke Ellington und Taylor Swift. Joel [aus der 12. Klasse] widmete wohl seinen berührenden Soloauftritt seinem so plötzlich verstorbenen Bruder Ruben. Ein schöner Abend, möchte ich bewusst anmerken, in der Hoffnung, liebe Eltern und Schüler/innen, dass Sie sich bzw. Ihr Euch im nächsten Jahr so begeistern lasst wie ich mich. Nicht vergessen zu erwähnen möchte ich den Auftritt unserer Bläser/innen beim Berliner Bläserklassenfestival in der Sporthalle Schöneberg – und das schon zum siebten Mal! Mein herzlicher Glückwunsch gilt allen unseren Künstler/innen, auch denen, die am 7. Juli beim Bläser-Abschluss-Konzert in unserem Foyer auftraten. Ich bedanke mich ebenso herzlich für die Ehrenmitgliedschaft im Musikensemble und für die mir von Herrn Zweiniger überreichte Trompete.

Bemerkenswert war auch das Vietnamesische Improvisationstheater von Ostkreuz City, das uns am 14. Juni unsere vietnamesischen Eltern und ihre Kinder ins Haus lockte. Wir werden die Zusammenarbeit mit dem Team junger und engagierter Schauspieler/innen im nächsten Schuljahr fortsetzen. Am 18. und 19.Juli wird erneut das tolle Theaterstück Die Welt in uns – mit unseren Barnimer Schauspieler/innen – auf dem Spielplan des Jungen DT stehen. Einen Besuch kann ich nur empfehlen: Beginn jeweils 19:30 Uhr in der Box. Last but not least sei hier festzuhalten: The English Cinema Club präsentierte den Film Beauty and the Beast, im CineMotion, am 29. Juni, für unsere 11er Klassen, organisiert von ihren Englisch-Lehrer/innen Ms Thiel, Ms Fricke, Ms and M Taege. Welch eine schöne Tradition, liebe Kolleg/innen! Thank you so much! Nach fast zweijähriger Mitgliedschaft im Netzwerk Berliner Ganztagsschulen GINGKO waren wir am 6. Juli Gastgeber eines Regionaltreffens, bei welchem unsere inklusive Praxis, die Bläserklassen sowie die Begabtenförderung vorgestellt wurden und insbesondere das Konzept der Impulsstunden großes Interesse bei den Gästen fand.

Unsere Beteiligung an der Strategischen Regio-Partnerschaft zwischen dem Berliner Schulsenat und dem Stadtschulrat für Wien im Rahmen des Erasmus+EU-Programms nähert sich – dem Schuljahr 2016/17 entsprechend – dem Ende. Anfang Juni weilte wiederum eine kleine Delegation aus Wien in Berlin. Für die engagierte und kreative Arbeit bei der Integration von Geflüchteten möchte ich mich besonders bei unseren Kollegen Herrn Horvath und Herrn Saegebarth, die an dem fruchtbaren Hin und Her zwischen unseren Städten maßgeblich beteiligt waren, recht herzlich bedanken.

Die Willkommensklassen-Kultur nimmt nach zwei Jahren Erfahrung ihren positiven Verlauf, wobei wir sicher immer und immer wieder vor neuen Problemen – nicht nur inhaltlicher, sondern auch organisatorischer Art – stehen werden. Unsere Teams müssen die neu angekommenen Schüler/innen am Anfang ihres Bildungsweges in der neuen Heimat effizient und fördernd begleiten.[…], fixiert Herr Horvath in seinem Erfahrungsbericht und setzt fort: Ähnlich wie in Wien erfordert die Arbeit in den Vorbereitungsklassen die Kooperation mit weiteren schulinternen bzw. -externen Akteuren. […] Die Schulsozialarbeit ist der wichtigste Kooperationspartner der Lehrkräfte […] Viele Jugendliche mit Fluchterfahrung benötigen eine intensive Betreuung durch die Sozialarbeiter/innen. Das kann ich nur bestätigen. Auch diesem Team gilt mein großer Dank! 

Immer aufs Neue bedanken muss ich mich bei unserem Förderverein, der nicht nur in Bezug auf die Willkommensklassen-Kultur – ich erinnere an den gewonnenen Cranach-Schulpreis – in Permanenz agiert, sondern auch mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln das allgemeine Schulleben unaufhörlich beeinflusst, denn Der Förderverein unterstützt mit dem Motto ‚Gemeinsam für eine zukunftsorientierte Bildung am Barnim-Gymnasium die kontinuierliche Aufgabe des Gymnasiums, junge Menschen – mit aktuellem und zukunftsorientiertem Wissen unter der Mitverantwortung jedes Einzelnen für eine demokratische Gesellschaft – zum Abitur zu führen. So fixiert in der Broschüre anlässlich der Elternversammlungen für unsere neuen 5. und 7. Klassen – am 20. Juni. Werden Sie bzw. werdet Mitglied, liebe Eltern und Schüler/innen. Wir brauchen das Engagement eines jeden!

Apropos neue Klassen: Am 4. Juli fand ein Workshop zur Vorbereitung unserer Teamer für das neue Schuljahr statt und der Förderverein traf sich in seinem Vereinscafé am 5. Juli.  Das neue Schuljahr greift sich offensichtlich Raum, obwohl das alte noch nicht ganz beendet ist. Vom 8.-15. Juli geht es für viele Schüler/innen noch auf Klassen- oder Kursfahrt, doch nicht nur sie verreisen zwecks teamfördernder Bildung, auch wir Lehrer/innen waren unterwegs: Diesmal ging es übers Wochenende (25.-27. Juni) nach Rostock und Warnemünde.

Die letzten drei Tage werden wieder zu tollen werden: Nachdem das ‚Fest der Kulturen‘ unserer Schule aus Zeitdruck in geplanter Form nicht stattfinden konnte, ist nun die Idee, die Kulturen kulinarisch vorzustellen im Rahmen der Zwei-Felderball-WM (17. Juli), teilt Frau Carlsohn mit. Eine gute Idee, meine ich, denn so können sich alle Schüler/innen, die der Willkommens- als auch die der Regelklassen, einbringen. Auch am 17. Juli wird es einen rauschenden Schulball geben, organisiert von den Teamern! Unsere Badminton-Schulmeisterschaften fanden wie immer ihre Sieger und beim Beachvolleyball-JTFO-Turnier errang am 4. Juli unser Mixed-Beach-Team den 1. Platz. Herzlichen Glückwunsch! Sebastian Koven

Meine Zeit als Schulleiter geht mit großen Schritten dem Ende zu, aber ich bin überzeugt davon, dass der neue Schulleiter – Herr Sebastian Koven – meine Ambitionen und Intentionen fortsetzen wird – sei es bei der Begabtenförderung oder bei der Inklusion eines jeden, gemäß unserem Crédo: In einer zukunftsgerichteten Schule ist es normal, verschieden zu sein. In diesem Zusammenhang gilt mein außerordentlicher Dank unserem Inklusionsteam – vor allem Frau Pupke, Frau Krupa und Frau Daug –, den Schulhelfer/innen und Sozialarbeiter/innen, doch auch allen betroffenen Eltern und Lehrer/innen und uns unterstützenden Vereinen und Institutionen, wie z. B. Kietz für Kids-Freizeitsport e.V., Pfeffersport e.V., Basket Dragons Marzahn e.V. oder ALBA Berlin.

Natürlich will ich noch anmerken, dass unsere Lehrerabschlussfete am 18. Juli, unser Feriencamp nach Beendigung des Schuljahres und unser Sommercamp am Beginn des neuen Schuljahres wie gewohnt stattfinden werden, in Kooperation mit vielen Helfern. Vielen, vielen Dank allen Mitarbeiter/innen, namentlich Frau Kerstin Müller, die von Anfang an dabei war und immer noch ist. Genug der Danksagungen, außer der ganz besonderen an meine Stellvertreterin – Frau Silvia Zeckra –, der an unsere beiden pädagogischen Koordinatoren – Frau Gabriele Horn und Herrn Dr. Lutz Nowinski – und der an Herrn Lutz Pokowietz und Frau Eva Bennewitz bzw. an meine beiden langjährigen Sekretärinnen – Frau Anke Schäfer und Frau Bärbel Schubel – und an die Hausmeister- und Caféteria-Teams. Ohne sie alle und die Barnimer Lehrer-Crew wäre das Raumschiff nicht zu steuern gewesen. Es war mir letztlich eine große Ehre, Schulleiter dieser riesigen Schule gewesen zu sein und ich werde ihr weiterhin treu bleiben, nicht nur im Förderverein, sondern auch bei der Förderung und Umsetzung einer stets zu verbessernden Bildungspolitik und bei der 3. Inklusionswoche, im Mai 2018. Ich sage erst einmal Salut und wünsche Euch und Ihnen einen erholsamen, wärmenden Sommer!  

Detlef Schmidt-Ihnen, Schulleiter (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)