Vietnam – Austausch der SchülerInnen der Klasse 11 in Hanoi, 14.-28.10.2018

Die Teilnehmer berichten.

Tag 1: Sonntag, der 14.10.2018

Der Schüleraustausch zwischen den Schülern des Barnim-Gymnasiums und der Viet Duc High School begann mit der Anreise in die zweitgrößte Metropole Vietnams, welche zugleich die Hauptstadt des Landes ist, nämlich Hanoi. Geprägt von Schlaflosigkeit, Hunger, aber auch Freude und Aufregung war der insgesamt zwölfstündige Flug, zu dem man auch den fünfstündigen Zwischenstopp in Moskau dazuzählen muss. Vom Flughafen Berlin-Schönefeld ging es nämlich erst mal nach Moskau, die Hauptstadt Russlands. Diese Zeit nutzten einige um sich zu unterhalten, zu spielen, aber auch um den verlorenen Schlaf, welcher aufgrund des frühen Aufstehens entstand, wiederzugewinnen. In Moskau angekommen verbrachten viele ihre Zeit mit Essen, beispielsweise ging ein Großteil zu Burger King, während sich Frau Carlsohn und Herr Horvath feinschmeckerisch in einem Restaurant vergnügten. Mit dem danach folgenden Flug nach Hanoi, begann auch die Freude und Aufregung zu verschwinden, aufgrund des mageren Essens und der ungünstigen Konditionen für einen genüsslichen Schlaf. Nach einem harten Flug kamen wir in Hanoi an, nahmen unsere Koffer und wurden freundlich und herzlich begrüßt von unseren jeweiligen Gastfamilien, womit dann auch unsere Anreise nach Hanoi endete.

Tony B.

Tag 2: Montag, der 15.10.2018

Nachdem wir die lange Flugzeit überwunden hatten, wurden wir von unseren Austauschschülern freundlich in Empfang genommen. Wir fuhren total übermüdet mit dem Bus zur Viet-Duc OS und wurden dort von den Gastfamilien empfangen. Einige sind dann nach Hause gefahren und andere wurden sofort in den Klassen vorgestellt. Als sich dann alle etwas erholt hatten gab es ein kleines Festmahl mit allen Schülern dieses Projektes und einigen Eltern. Nach dem Essen stand dann noch Zeit zur Verfügung, die die meisten in Grüppchen verbracht haben.

Kevin E.

Mittwoch, der 17.10.2018
 
Gestern lernten wir, wie wir aus Plastik- und Dosenmüll verwendbare, nützliche Alltagsgegenstände bauen können und haben anschließend zum Beispiel einen Schmuckregal oder ein Sparschwein gebaut. Danach sind wir in kleinen Gruppen durch die Stadt marschiert, auf der Suche nach Müll und Menschen, die den Müll sammeln, verbrennen oder verkaufen. Wir hatten die Möglichkeit mit zwei solcher Personen zu reden und zu erfahren, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen. Getroffen haben sich die Gruppen in einem Park, wo dann jeder den Park erkunden konnte. Abgeschlossen wurde der Tag von der Fahrt zur Schule zurück. Am Abend gab es noch eine Basketballmeisterschaft auf dem Schulhof.
 
Simon F.
 
 

Donnerstag, der 18.10.2018

Nachdem wir uns um 7:00 Uhr an der Viet-Duc Schule trafen, wurde uns das Projekt Freecycle vorgestellt. Daraufhin besuchten wir das Ho Chi Minh-Mausoleum, wo der ehemalige Prämierminister seine Grabstätte hatte. Ho Chi Minh kämpfte in seiner Lebenszeit für die Unabhängigkeit Vietnams. Als Nationalheld gilt er auch als Vater/Onkel aller Vietnamesen. Nach dem Essen in einem vietnamesischen Restaurant, besuchten wir das Hoa Lo Gefängnis. Es wurde von den Franzosen für die ehemaligen Kolonialherren erbaut und funktionierte später als Gefängnis für Kriegsgefangene aus dem Vietnamkrieg. Danach hatten wir ab 15:30 Uhr Freizeit für den Rest des Tages.
 
Gavin G. 

Freitag, 19.10.2018

Den heutigen Tag waren wir die ganze Zeit mit unseren Gastschülern unterwegs. Am Morgen sind wir von der Viet Duc Schule aus mit einem Reisebus erstmal zur Bai Dinh Pagoda gefahren und hatten eine halbe Stunde Zeit die wundervolle Gebirgslandschaft mit der Pagodenanlage zu besichtigen. Danach fuhren wir mit dem Bus weiter zu Trang An ,wo wir zunächst in einer vietnamesischen Gaststätte Mittagessen gingen. Anschließend machten wir eine dreistündige Bootsfahrt mit schmalen Ruderbooten durch die wunderschöne Natur, die schönen Flusslandschaften und viele kleinerer Tropfsteinhöhlen. Nach dieser tollen Bootsfahrt ging es zurück zur Viet Duc Schule und jeder konnte noch etwas am Abend mit seinem Gastschüler unternehmen.

A.Karoline K.
 

Das Wochenende
Samstag, der 20.10.2018

Der Samstag ging im Gegensatz zu den anderen Tagen sehr entspannt los, da wir ausschlafen konnten. Unsere Austauschschüler haben nämlich im Gegenteil zu uns am Samstag Schule, von daher hieß es für uns erst 9 Uhr aufstehen. Um 10 Uhr erwarteten uns unsere Austauschschüler auf dem Schulhof um uns in ihren Klassenraum zu führen. July und ich verbrachten den Unterricht damit miteinander zu reden, da unsere Austauschschüler Chemieunterricht hatten und wir auf Vietnamesisch kein Wort verstanden. Nach der Unterrichtsstunde kamen noch andere Freunde von uns in den Unterricht, da sich ihre Austauschschüler auch in diesem Raum befanden. In der zweiten Unterrichtsstunde feierten wir dann den „vietnamese woman day“. Wo ausschließlich nur die Mädchen im Mittelpunkt stehen sollen. Somit verbrachten die Jungs 1/3 der Stunde damit alles vorzubereiten, sie hängten sogar von jedem Mädchen in dem Raum Bilder auf, sogar von uns. Danach bekamen wir Kuchen und Getränke und kleine Geschenke wie z.B. Schokolade. Des Weiteren sangen die Jungen dann noch ein/zwei Lieder für die Mädchen. Anschließend führen wir nach Hause mit dem Taxi. Hierbei waren meine Austauschschülerin Quina, July und ihre Austauschschülerin Kim dabei. Als wir bei Quina zu Hause ankamen aßen wir erstmal zu Mittag. Gegen 14:30 Uhr besuchten July, Quina und ich dann Quinas Oma, die uns mit offenen Armen empfang. Quinas Oma konnte ein wenig auf Deutsch mit uns kommunizieren, da sie vier Jahre in Deutschland studierte. Anschließend fuhren wir zu Julys Austauschschülerin und packen dort Julys und Kims Sachen. Da wir für diesen Tag eine Übernachtung bei meiner Austauschschülerin geplant hatten. Als alles soweit gepackt war, sind wir „shoppen“ gefahren.  Anschließend als wir durch die Stadt spazierten fiel uns vor allem die festliche Gestaltung zum Woman‘s Day auf. Menschenmassen hatten sich auf den Straßen und in den Cafés, Restaurants und Bars versammelt um den Tag zu feiern. Danach sind wir essen gegangen bei Burger King, ich weiß es ist nicht sehr originär, aber das kann man nun auch nicht mehr ändern. Den restlichen Abend ließen wir schlussendlich damit ausklingen, in einen am Straßenrand liegen kleinen Restaurant zu verbringen und tranken dann dort mit mehreren Austauschschülern und den jeweiligen Partnern Limonade, Cola und Bier. Danach ging es für uns nur noch nach Hause, wir hatten jedoch viel Spaß bei der Übernachtung.

Katha K.

Sonntag, der 21.10.2018

Heute sind wir (Katha, Quina, Kim und ich) um 7 Uhr aufgestanden und haben uns fertig gemacht, sodass wir um 7:30 Ihr an der Schule waren. Dort stiegen wir in den Bus und fuhren zu einer Oase, in der Kunst ausgestellt wurde. Im Bus haben die meisten geschlafen, da das frühe Aufstehen sehr anstrengend ist. Danach sind wir zu einer typischen vietnamesischen Farm gefahren und haben Mittag gegessen und die Zeit zusammen verbracht. Um circa 17 Ihr waren wir wieder an der Schule, wo unsere Wege sich trennten. Ich fuhr nach Hause und schlief ein paar Stunden. Danach bin ich mit ein paar anderen und deren Austauschschülern essen gegangen, Hotpot. Wir stellten uns nicht sehr gut dabei an, sodass wir alle sehr viel zu lachen hatten. Dann für Kim mich mit dem Moped zurück nach Hause, wo wir auch bald ins Bett gingen.

July K.

Sonntag, der 21.10.2018

Um 7:30 Uhr am Morgen starteten wir von Hanoi aus auf eine unerwartete Reise. Zuerst sind wir zu einem Garten eines vietnamesischen- Künstlers gefahren. Danach fuhren wir zu einem Sommerhaus eines Austauschschülers, wo wir aßen und auch schliefen. Außerdem haben wir an diesem Tag noch Geburtstage gefeiert.

Ramon L.

Tag 9: Montag, der 22.10.2018

Am Montag begaben wir uns am frühen Morgen auf zu unserer Reise zur Ha-Long-Bucht. Davor trafen wir uns um 7:15 in der Schule zum traditionellen montäglichen Fahnenappell. Nach einer schläfrigen Autofahrt von etwa 3 Stunden kamen wir in der Bucht an. Nachdem wir lecker gespeist und unsere “luxuriösen” Kajüten bezogen haben, hatten wir die Wahl ob wir uns auf eine Bamboo oder Kajak-Tour begeben, diese endete für einige von uns wortwörtlich im Wasser.

Danach konnten wir uns etwas ausruhen und im Anschluss unsere Frühlingsrollen für das Abendessen selber zubereiten. Für die meisten klang der Abend danach, mit einer wilden Runde Karaoke, aus.

Klara L.

Tag 10: Dienstag, der 23.10.2018

Geweckt von starkem Regen und Sturm machten wir uns alle für das genüssliche Frühstück fertig. Nachdem sich sowohl unser Hunger, als auch das Wetter beruhigt hatten, begaben wir uns auf ein kleineres Boot, um zu den Kajaks zu gelangen und bestaunten dann in diesen die umwerfende Natur, die uns die Ha Long Bucht bieten konnte. In Zweierteams ging es für 40 Minuten durch das Wasser, bis wir an einen kleinen Strand kamen, bei dem wir dann für eine Stunde entspannten, Muscheln sammelten oder schwimmen waren. Zurück angekommen ging es nach einer kurzen Pause um 14:00 Uhr direkt weiter. Mit dem kleinen Boot wurden wir zu einer Höhle gebracht, in der wir dann die verborgenen Schätze innerhalb der großen Felsen sehen durften, bei der uns Taschenlampen und unsere Neugier den Weg leiteten. Zurück am großen Boot angekommen, entschlossen sich viele dazu, nötigen Schlaf nachzuholen oder auf dem Deck des Schiffes die so sehr vermisste Sonne zu genießen. Unser zweiter Tag auf dem Calypso Cruiser endete mit einem leckeren Essen, welches beispielsweise aus Tintenfisch und Shrimps, aber auch aus Pommes und Hühnchen bestand. Das Essen war also mehr als abwechslungsreich, ebenso wie es der gesamte Tag war.

Janika N.

Tag 11: Mittwoch, der 24.10.2018

Heute verließen wir unser Schiff und die schöne Ha Long Bay und begaben uns wieder zurück in den Bus nach Hanoi. Bevor es für uns zurückging, besuchten wir noch eine Höhle auf einer der über 1000 Inseln, die die 120km lange Bucht ausmachen. Dann hatten wir alle noch etwas Zeit für uns auf den Zimmern oder dem Sonnendeck. Die dreistündige Rückfahrt vertrugen wir alle gut und füllten die Zeit mit Schlafen und Musikhören. Nachdem wir an der Viet Duc Schule ankamen, holten uns unsere Austauschschüler ab und wir hatten individuelle Freizeit.

Maja R.

 

 

 

 

Tag 12: Donnerstag, der 25.10.2018

Tag 13: Freitag, der 26.10.2018

Nun ist der letzte Projekttag unseres Austausches angebrochen und das Abenteuer neigt sich langsam dem Ende zu. Auch am letzten Tag mussten wir noch einmal früh anwesend sein. Den Vormittag verbrachten wir mit Vorbereitungen für unseren großen Abschlussabend, zum Mittag gab es als Abschluss klassische Pizza. Am Abend war dann der große Abend. Zur Kulisse wurden wir mit elektronischen Autos, welche zudem eine gute Möglichkeit um die Straßen und deren Verkehr zu erleben, gefahren. Angekommen wurden wir in einem großen Raum gebracht. Neben Essen und Trinken gab es etliche Präsentationen und Reden, welche von den Vietnamesischen Schülern, sowohl als auch von unseren beiden Lehrern und Simon gehalten wurde. Alles in Allem war es ein gelungener und würdiger Abschluss für ein großartiges Projekt, wo alle Leute einen Anteil hatten. Nun genießen wir die letzten Tage beisammen und bereiten uns langsam aber sicher auf den Abflug vor.

Alex S.

 

Tag 14: Samstag, der 27.10.2018

Heute hatten wir die letzte Gelegenheit, Zeit mit unseren Gastschülern in Vietnam zu verbringen. Normalerweise haben die Schüler samstags immer Schule, doch heute bekamen die meisten frei. Zu Beginn des Tages sind wir zu einem Fußballplatz gefahren, wo die Jungs gespielt und die Mädchen zugeschaut haben. Danach sind wir noch ein wenig durch die Stadt gelaufen und haben dann zu Mittag gegessen. Am Abend ist meine Gastfamilie mit mir in ein Restaurant gefahren, wo wir Pizza gegessen haben. Anschließend fuhren wir mit dem Auto meiner Gastfamilie durch die Stadt und ich konnte ein letztes Mal bei einer eigenen kleinen Sightseeing-Tour mir die schönsten Orte von Hanoi anschauen.

Natalie S.

Tag 15: Sonntag, der 28.10.2018

Am Sonntag war unser Abreisetag, was für uns bedeutete, dass wir alles schon sehr früh aufstehen mussten, um dann 6.30 Uhr an der Schule zu sein. Dort wurden wir, nach einem Foto, von einem Bus zum Flughafen gefahren, wo wir uns dann leider auch schon von unseren Gastfamilien verabschieden mussten. Da die meisten von uns sehr müde waren, haben auch fast alle von uns probiert auf dem 10,5 stündigen Flug nach Moskau zu schlafen. In Moskau hatten wir dann 4 Stunden Aufenthalt, bis wir nochmal 2 bis 3 Stunden nach Berlin geflogen sind. In Berlin kamen wir 21.30 Uhr an. Jeder war erschöpft und müde, aber trotz der 2 tollen Wochen, waren wahrscheinlich die meisten auch glücklich wieder bei ihrer eigenen Familie zu sein.

Lisa S.

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Erfahrungen der Barnim-Schüler in der Viet-Duc-Schule, Hanoi - Die Schule in Vietnam

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie die Schule in Vietnam abläuft oder generell ist? 

Nach unserem Austausch haben wir viel über die Viet-Duc-Oberschule in Hanoi erfahren. 

Ungefähr 2.200 Schüler von der 9. bis zur 11.Klasse lernen dort, vor allem der Deutschunterricht wird sehr gefördert und es bestehen sehr viele Unterschiede zwischen unserer Schule und der in Hanoi.

Der erste Punkt, der uns sofort auffiel, war, dass alle Schüler Schuluniformen tragen, jeden Tag, je nach Klassenstufe ist es ein gelbes oder blaues Shirt oder eine weiße Bluse. 

Die Schule beginnt um 07:15, endet dann 10:55 und 13:55 geht es weiter bis 17:30, dazwischen gibt es natürlich kleine Pausen. Eine Unterrichtseinheit dauert 45 Minuten.

Es gibt keine Pausenklingel, wie wir es kennen, sondern ein Mann haut auf eine Trommel, das ist das Zeichen für die Pause. 

Der Sportunterricht findet auf dem Schulhof statt. Dabei tragen die Schüler rote T-Shirts und erwärmen sich zunächst. Dann spielen sie oftmals Badminton oder betreiben anderen Sport. 

In einer Klasse können 45 bis 55 Schüler sein, ziemlich viele im Gegensatz zu unseren Klassen. Im Unterricht benutzen manche Lehrer Mikrofone, damit man sie besser versteht und in jedem Raum gibt es Ventilatoren, da es immer heiß ist. Häufig sind die Räume mit Beamern und Leinwänden ausgestattet.

Die Pause verbringen die Schüler meistens auf dem Schulhof. Sie spielen Basketball, Badminton, sie tanzen oder quatschen und essen. 

Jeden Montag gibt es einen Fahnenappell wobei sich die Schüler auf dem Schulhof versammeln, gemeinsam die Nationalhymne singen und die vietnamesische Flagge gehisst wird.

Alles in allem war der Einblick in ein anderes Schulleben sehr spannend und interessant. 

Kaja W.

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