Erinnern und Gedenken: AG Stolpersteine
Am Mittwoch, dem 10. Dezember 2025, traf sich unsere „AG Stolpersteine“ am späten Nachmittag in Alt-Hohenschönhausen.


In der Schöneicher Straße 10 hatte Johanna Kirscht gelebt. Weil sie Jüdinwar, wurde sie am 29. Juli 1942 von den Nationalsozialisten in das Lager Theresienstadt deportiert, wo sie im Februar 1943 an den dort herrschenden unmenschlichen Lebensbedingungen verstorben ist. Ihren 60. Geburtstag, am 16. April, hat sie nicht mehr erlebt.
Philipp Bender hatte in der Werneuchener Straße 10 gewohnt. Ihn hatten die Nationalsozialisten der Kategorie „Verbrecher“ zugeteilt. An seinem 61. Geburtstag, dem 24. Mai 1940, wurde er verhaftet und zunächst in das KZ Sachsenhausen gebracht. Von dort deportierte man ihn in das KZ Dachau und schließlich in das KZ Buchenwald, wo er am 30. Dezember 1941 ermordet wurde.
Für beide haben wir einen Stolperstein verlegt, um die Erinnerung an sie zu bewahren.
Die Verlegung haben wir in Kooperation mit unserer Partnerin Frau Poetzsch von der Stolperstein-Initiative des „Licht-Blicke Netzwerk für Demokratie“ organisiert und gestaltet. Begleitet haben die Zeremonie einige Anwohner, Eltern und Freunde, die Bezirksstadträtin von Lichtenberg, Dr. Catrin Gocksch (CDU), Toni Kraus (Die Linke) sowie ehemalige Schülerinnen des Barnim-Gymnasiums. Ihnen allen gilt unser Dank!
Wir planen im zweiten Schulhalbjahr ein weiteres Stolperstein-Projekt.
Lesenacht am Barnim-Gymnasium
Eine Nacht voller Geschichten, Kreativität und Gemeinschaft
Am 21. November 2025 fand am Barnim-Gymnasium unsere große Lesenacht für die 7. Klassen statt – ein besonderes Erlebnis, das rund 50 Schüler*innen zusammenbrachte und Lesen auf vielfältige Weise erlebbar machte.

In vier thematisch gestalteten Räumen tauchten die Jugendlichen in unterschiedliche literarische Welten ein: Von einer kreativen Harry-Potter-Schreibwerkstatt über die Entwicklung eines eigenen Schulkrimis bis hin zu Einblicken in die bunte Welt der Comics und Mangas. Zudem drehte sich ein Raum ganz um das Thema Freundschaft – mit literarischen Beispielen, persönlichen Reflexionen und liebevoll gestalteten „Zetteln der lieben Worte“.
Neben dem Lesen standen Fantasie, Teamwork und Kreativität im Mittelpunkt. Die Schüler*innen entwickelten eigene Geschichten, gestalteten Comicfiguren, mischten Zaubertränke, spielten Detektivspiele und bastelten Freundschaftsarmbänder. Eine Nachtwanderung rundete das Programm ab.
Die Lesenacht 2025 zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Literatur sein kann – und wie viel Freude gemeinsames Lesen und kreatives Arbeiten bereiten.









