Austauschfahrt nach Hanoi, Vietnam im Januar 2026
19.01. – 20.01. Anreise nach Hanoi:
Die Flugreise begann am 19.01.2026 für 18 Berliner Schüler*innen und zwei Lehrerinnen. Aufregung, Euphorie und Nervosität waren dabei natürlich mit von der Partie. In Vietnam angekommen haben die Schüler*innen ihre Austauschpartner*innen bereits am Flughafen kennengelernt. Gemeinsam sind wir mit dem Reisebus zur Viet Duc Oberschule gefahren und haben dort Fotos gemacht. Anschließend sind die Schüler*innen zu den Gastfamilien gefahren und haben zusammen Mittag gegessen. Einige begleiteten ihre Austauschschüler*innen zum Nachmittagsunterricht. Am Abend trafen sich alle deutschen und vietnamesischen Austauschschüler*innen, gingen gemeinsam essen und besuchten anschließend einen Nachtmarkt.
21.01. Ankunft in der Schule und Citytour:
Am dritten Tag wurden wir von der Schulleitung unserer Partnerschule sehr herzlich empfangen und von den vietnamesischen Austauschschüler*innen durch das Schulhaus geführt. Es wurden Kleingruppen eingeteilt sowie Beobachtungsaufträge zum Thema „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ erteilt, deren Ergebnisse bei der Abschlussveranstaltung am 30.01.2026 präsentiert werden. Nach dem gemeinsamen Mittagessen fand eine Stadtrundfahrt durch die Altstadt von Hanoi statt, welche an der St.-Josephs-Kathedrale endete. Dort ließen wir uns bei einem nahegelegenen kleinen authentischen Lokal Eistee und Streetfood schmecken.
22.01. Tour nach Trang An - Ninh Binh:
Ein erster Höhepunkt der Reise war der Besuch des Landschaftskomplexes Trang An nahe Ninh Binh, bekannt als die „trockene Halong-Bucht“. Nachdem wir morgens an der Viet Duc Schule in einen Reisebus nach Ninh Binh stiegen, brachte uns dieser zunächst zu einem Seifen-Workshop. Dort konnten wir unsere eigene Seife herstellen und während des Trocknungsprozesses wurde uns das Malen auf der Zellulose von Blättern vorgestellt. Danach ging es in ein Restaurant zum Lunch und anschließend zur Bootstour entlang der Kalksteinberge. Die Bootstour dauerte ca. 2 Stunden und bot tolle Aussichten mit der Möglichkeit, auch selbst zu rudern.
23.01. Besuch der GIZ:
Am 23.01.2026 sind wir zuerst in der Schule angekommen und anschließend in das Büro der GIZ, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, gefahren. Dort haben wir einen kurzen informativen Vortrag über den Anbau und die nachhaltige Produktion von Kaffee in Vietnam gehört. Danach sind wir gemeinsam in ein Restaurant gegangen und haben lecker gegessen. Zum Abschluss sind wir wieder in die Schule zurückgekehrt und haben an unseren spannenden Präsentationen gearbeitet.
24.01. – 25.01. Wochenende in den Gastfamilien:
Einige Schüler*innen fuhren mit ihren Gastfamilien zu einem Wochenendausflug nach Hoa Binh. Nach der Busfahrt und Führungen war die Zeit bei den Villen umso spannender: Mit Freunden Karaoke singen, tanzen und Spaß haben. Am Sonntag wurden wir durch ein kleines Ureinwohnerdorf namens Duong Lam mitten in den Bergen geführt, mit vielen alten Häusern, Hunden, Ochsen auf den Wiesen, geschminkten Menschen in schönen Gewändern und Kirschblüten, die sich gut zum Fotos machen eigneten. Zum Schluss besuchten wir einen Tempel, wo eine alte Frau ein Gebet auf Vietnamesisch vortrug, alle stillstanden und sich etwas wünschten.
26.01. Unterrichtshospitationen:
Als wir am Montag in der Schule ankamen, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe hat am Chemie- & Physikunterricht und die andere am Literatur- & Physikunterricht teilgenommen. Danach sind wir mit unseren Austauschpartner*innen Mittagessen gegangen. Nach dem Essen sind wir für zwei weitere Deutschstunden in der Schule geblieben. Dabei haben wir mit den Schüler*innen der Klasse auf Deutsch geredet und sogar die Aufgaben mit ihnen gemacht.
27.01. – 28.01. Ausflug in die Ha Long Bucht:
Am 27.01.2026 fuhren wir früh morgens mit dem Reisebus von Hanoi zur Ha Long Bucht. Dort stiegen wir auf ein Schiff und fuhren durch die beeindruckende Bucht. An Bord bekamen wir Mittagessen und wurden von sehr freundlichem Personal betreut. Später fuhren wir mit einem kleineren Boot zur Insel Viet Hai. Dort besuchten wir ein kleines Dorf mit etwa 300 Einwohnern, erfuhren etwas über die Kultur und hatten Zeit, uns umzuschauen. Anschließend fuhren wir mit Fahrrädern durch eine schöne Landschaft zurück zum Boot. Am Abend gab es ein leckeres Abendessen, wir genossen den Sonnenuntergang und gingen danach schlafen. Am nächsten Tag verließen wir das Kreuzfahrtschiff und fuhren zurück nach Hanoi. Nach der Busfahrt und einer kurzen Wartezeit an der Viet Duc Oberschule ging es mit Freunden, sowohl deutsch als auch vietnamesisch, in die Shopping-Mall.
29.01. Besuch des Hoa Lo Gefängnis-Museums:
Am nächsten Tag besuchten wir morgens das Hoa Lo Gefängnis-Museum im Zentrum Hanois und lernten vieles über die Geschichte des Gefängnisses während der französischen Kolonialzeit als auch des Vietnamkriegs. Nach dem gemeinsamen Mittagessen arbeiteten die Schüler*innen an ihren Abschlusspräsentationen.
30.01. – 31.01. Abschlussveranstaltung und Rückreise nach Berlin:
Zur Abschiedsveranstaltung machten wir uns auf zu einem lokalen Restaurant, wo die deutschen Schüler*innen ihre zuvor angefertigten Präsentationen vortrugen. Es wurden Abschiedsgeschenke ausgetauscht und gegessen. Der Rest des Tages konnte individuell gestaltet werden, bis wir uns abends wieder an der Schule versammelten. Von da ging es mit dem Reisebus zum Flughafen, wo wir uns alle voneinander verabschieden mussten und der Heimweg angetreten wurde.
Erinnern und Gedenken: AG Stolpersteine
Am Mittwoch, dem 10. Dezember 2025, traf sich unsere „AG Stolpersteine“ am späten Nachmittag in Alt-Hohenschönhausen.


In der Schöneicher Straße 10 hatte Johanna Kirscht gelebt. Weil sie Jüdinwar, wurde sie am 29. Juli 1942 von den Nationalsozialisten in das Lager Theresienstadt deportiert, wo sie im Februar 1943 an den dort herrschenden unmenschlichen Lebensbedingungen verstorben ist. Ihren 60. Geburtstag, am 16. April, hat sie nicht mehr erlebt.
Philipp Bender hatte in der Werneuchener Straße 10 gewohnt. Ihn hatten die Nationalsozialisten der Kategorie „Verbrecher“ zugeteilt. An seinem 61. Geburtstag, dem 24. Mai 1940, wurde er verhaftet und zunächst in das KZ Sachsenhausen gebracht. Von dort deportierte man ihn in das KZ Dachau und schließlich in das KZ Buchenwald, wo er am 30. Dezember 1941 ermordet wurde.
Für beide haben wir einen Stolperstein verlegt, um die Erinnerung an sie zu bewahren.
Die Verlegung haben wir in Kooperation mit unserer Partnerin Frau Poetzsch von der Stolperstein-Initiative des „Licht-Blicke Netzwerk für Demokratie“ organisiert und gestaltet. Begleitet haben die Zeremonie einige Anwohner, Eltern und Freunde, die Bezirksstadträtin von Lichtenberg, Dr. Catrin Gocksch (CDU), Toni Kraus (Die Linke) sowie ehemalige Schülerinnen des Barnim-Gymnasiums. Ihnen allen gilt unser Dank!
Wir planen im zweiten Schulhalbjahr ein weiteres Stolperstein-Projekt.
Lesenacht am Barnim-Gymnasium
Eine Nacht voller Geschichten, Kreativität und Gemeinschaft
Am 21. November 2025 fand am Barnim-Gymnasium unsere große Lesenacht für die 7. Klassen statt – ein besonderes Erlebnis, das rund 50 Schüler*innen zusammenbrachte und Lesen auf vielfältige Weise erlebbar machte.

In vier thematisch gestalteten Räumen tauchten die Jugendlichen in unterschiedliche literarische Welten ein: Von einer kreativen Harry-Potter-Schreibwerkstatt über die Entwicklung eines eigenen Schulkrimis bis hin zu Einblicken in die bunte Welt der Comics und Mangas. Zudem drehte sich ein Raum ganz um das Thema Freundschaft – mit literarischen Beispielen, persönlichen Reflexionen und liebevoll gestalteten „Zetteln der lieben Worte“.
Neben dem Lesen standen Fantasie, Teamwork und Kreativität im Mittelpunkt. Die Schüler*innen entwickelten eigene Geschichten, gestalteten Comicfiguren, mischten Zaubertränke, spielten Detektivspiele und bastelten Freundschaftsarmbänder. Eine Nachtwanderung rundete das Programm ab.
Die Lesenacht 2025 zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Literatur sein kann – und wie viel Freude gemeinsames Lesen und kreatives Arbeiten bereiten.










